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Schweinegrippe in Deutschland

letzte Meldungen


Aktueller Stand der Schweinegrippewelle in Deutschland

Euroclinix informiert an dieser Stelle über die aktuelle Entwicklung rund um die Schweinegrippe in Deutschland. Darüber hinaus gibt es weitere Informationen zur Impfung vor Schweinegrippe und Möglichkeiten, wie Sie sich durch einfache Vorsichtsmaßnahmen vor einer Ansteckung mit dem Virus schützen können.

7. Januar 2010

Zu viel Impfstoff


Schweinegrippe Neuerkrankungen pro Woche:

  • Mitte November 2009: 46.000
  • Anfang Januar 2010: 615

Die Schweinegrippwelle ebbt ab. Viele Deutsche haben sich nicht impfen lassen. Die Bewohner der südlichen Länder sind nach Österreich ausgewichen, wo der Impfstoff Celvapan ohne die umstrittenen Verstärker verwendet wird. Außerdem ist, anders als bei der Planung angenommen, nur eine statt zwei Spritzen für den Langzeitschutz erforderlich. Aus diesen Gründen sitzten die Bundesländer nun auf etwa der Hälfte der bestellten und eingelagerten Menge des Schweinegrippe - Impfserums.

Jetzt laufen die Verhandlungen mit der Herstellerfirma GlaxoSmithKline, die Gesprächsbereitschaft signalisierte. Alternativ sind andere Staaten wie die Ukraine am Ankauf der Überbestände interessiert. Wegen des weltweiten Überangebotes sind die Preise allerdings extrem niedrig und der Schaden für die Länderkassen könnte durch den Weiterverkauf nur leicht begrenzt werden.

5. Januar 2010

Die Schweinegrippe – noch lange keine Entwarnung

Auch wenn der Scheitelpunkt der Schweinegrippe - Pandemie überschritten ist, warnen die Gesundheitsbehörden vor zu viel Optimismus. Auf keinen Fall soll dies zum Anlass genommen werden, den Schweinegrippe Virus jetzt zu unterschätzen und mit den Vorsichtsmaßnahmen nachzulassen. Wie bei vorherigen Influenza - Pandemien werden auch bei dieser Schweinegrippepandemie weitere Wellen des bekannten oder auch mutierten Virus auf uns zukommen.

Sollten Sie Anzeichen einer Grippe verspüren, scheuen Sie nicht den Gang zum Arzt. Mittlerweile ist die klinische Aussagekraft derart hoch, dass nur noch in Ausnahmefällen labortechnische Untersuchungen notwendig sind. Auch die Angst vor Tamiflu - Resistenzen ist überzogen. Das Robert-Koch-Institut macht heute noch einmal deutlich, dass es sich um nur seltene und begrenzte Übertragungsfälle handelt und der Wirkstoff Oseltamivir in Tamiflu gegen die Schweinegrippe wirkt.

11. Dezember 2009

Die Schweinegrippe – Todesrate

Jüngste Studien aus Großbritannien kommen zu  Aktuelles zum Schweinegrippe Virus dem Ergebnis, dass die Sterberate im Zusammenhang mit der Schweinegrippe sehr niedrig liegt. In Großbritannien beispielsweise sterben von 100.000 Infizierten 26 Personen in Folge des H1N1 – Virus. Die Sterberate der Spanischen Grippe lag hundertmal höher als die der Schweinegrippe. Auch im Vergleich zur saisonalen Grippe ist die Sterbequote der Neuen Grippe auf einem niedrigen Niveau.

Zur Zeit sind in Deutschland etwa 192.000 Schweinegrippe – Fälle gemeldet. Da Meldepflicht nicht besteht, liegt die Dunkelziffer vermutlich höher. Mittlerweile sind knapp 100 Todesfälle registriert, die in Verbindung mit dem H1N1 – Virus zu bringen sind. Der überwiegende Teil der Schweinegrippe – Erkrankungen verläuft nach wie vor mild.

4. Dezember 2009

In Deutschland erkrankt Schwein an Schweinegrippe

In Deutschland hat sich erstmals ein Schwein mit der Schweinegrippe angesteckt. Eine Behörde in Rheinland-Pfalz hat das neue H1N1 – Influenza - Virus bei dem Tier nachgewiesen. Das erkrankte Tier hat sich laut einem Ministerium mutmaßlich bei einem Menschen angesteckt. Es ist durch Untersuchungen festgestellt worden, dass Schweine milde Schweinegrippe - Symptome entwickelten. Der Bauernhof wurde für kurze Zeit geschlossen, um die Weiterverbreitung zu verhindern. Meldungen über Infektionen mit dem H1N1 – Virus bei Schweinen gab es bislang aus den USA.

Bei rund drei Viertel der in Verbindung mit der H1N1 – Virus – Erkrankung Gestorbenen gibt es Hinweise auf eine Grundkrankheit. Aktuelle Daten bestätigen jedoch auch ein erhöhtes Risiko für Kinder und Jugendliche, im Zuge einer Erkrankung an der neuen Influenza A H1N1 auch heftige Krankheitsverläufe zu entwickeln.

Die Bundesregierung hat vor einer erneuten Welle bei der Schweinegrippe gewarnt. Für den Winter wird keine Entwarnung gegeben, da sich das H1N1 - Virus deutlich früher als die Erreger der normalen Grippe verbreiten. Die etwa sechs Millionen Impfungen reichen für eine Grundimmunisierung der Bevölkerung nicht aus. Mittlerweile sind über 180 000 Krankheitsfälle bundesweit gemeldet, wobei die Dunkelziffer vermutlich hoch liegt. Allerdings hat es in der vergangenen Woche weniger neue Fälle gegeben, teilte das Robert Koch Instituts (RKI) in Berlin mit.

1. Dezember 2009

Schweinegrippe auf dem Rückzug ?

Meldungen zufolge befindet sich die Schweinegrippe in Deutschland auf dem Rückzug. Die Zahl der Patienten mit akuten Erkrankungen der Atemwege ist in Bayern seit zwei Wochen zurückgegangen. Auch in den nördlichen Bundesländern entspannt sich die Lage. Beobachter gehen davon aus, dass die erste große Schweinegrippe - Welle vorüber ist. Allerdings sind möglicherweise als Folge der Schweinegrippe bislang über 60 Todesfälle in Deutschland zu verzeichnen.

In sechs europäischen Staaten und auch in Teilen Großbritanniens ist die Schweinegrippe ebenfalls zurückgegangen, wie die Europäische Gesundheitsbehörde erklärt.

Das Robert – Koch - Institut (RKI) gibt hinsichtlich der Schweinegrippe – Pandemie in Deutschland noch keine Entwarnung, weil nur in Bayern die Atemwegserkrankungen in den vergangenen zwei Wochen leicht gesunken seien. Sie könnten aber wegen des Winters in den kommenden Wochen auch wieder steigen. Alles in allem könne noch nicht von einem wirklichen Rückgang der Schweinegrippe gesprochen werden.

23. November 2009

Schweinegrippe - Viren verändern sich

Nun sind mutierte Schweinegrippe – Viren aufgetreten, an denen in Norwegen zwei Menschen gestorben sind. Dennoch ist die Gefahr, die von den neuen Viren ausgeht, nicht geklärt. Zudem hatten beide Verstorbene Vorerkrankungen aufgewiesen. Die in Norwegen registrierte Mutation dringt tief in die Atemwege ein und soll daher besonders gefährlich sein. Die norwegischen Behörden gehen allerdings davon aus, dass es sich bei dem bislang für zwei Todesfälle verantwortlichen Virus um eine Spontanmutation handelt, die sich nicht weiter verbreitet.

Bei einer Schweinegrippe - Variante in Großbritannien handelt es sich um Tamiflu - resistente Viren, die erstmals von Mensch zu Mensch übergesprungen sind. Tamiflu - Resistenz wurde weltweit bislang in mehr als 50 Fällen von Schweinegrippe - Stämmen gemeldet.

Die Frage ist daher berechtigt, ob eine Impfung gegen die Schweinegrippe noch sinnvoll ist. Zu diesem Zweck wurden einige Untersuchungen vom neuen Typ des Schweinegrippe – Virus gemacht. Dabei stellte sich heraus, dass sich das Virus nicht so verändert hat, dass der Impfstoff seine Wirkung verliert. Solange die Mutation nicht zu tiefgreifend ist, besteht hinsichtlich der Impfung kein Grund zur Sorge.

Gemäß aktuellem Stand sind in Deutschland 34 Menschen vermutlich in Folge einer Schweinegrippe – Erkrankung gestorben. Zum jetzigen Zeitpunkt sind in Deutschland etwa 90.000 Menschen erkrankt.

19. November 2009

Die Schweinegrippe breitet sich in Europa weiter aus. Das Europäische Zentrum für Krankheitsvorsorge und Kontrolle (ECDC) meldet bisher 550 Todesfälle in Europa. In Deutschland ist mittlerweile das 27. Todesopfer zu beklagen, das anscheinend auf die Schweinegrippe zurückzuführen ist.

Doch nun gehen Wissenschaftler aus den USA davon aus, dass ein großer Teil der Bevölkerung auch ohne Schweinegrippe – Impfung vom Schweinegrippe – Virus verschont bleibt oder dass die Erkrankung zumindest mild verläuft. Dadurch etwa, dass das Immunsystem vieler Menschen bereits über Antikörper verfügt, die das Schweinegrippe - Virus neutralisieren können. Hierdurch kann auch erklärt werden, warum sich Säuglinge, Kinder und Jugendliche viel schneller anstecken als ältere Menschen, die oft ein gut trainiertes Immunsystem haben, da sie in ihrem Leben schon an verschiedenen Viren erkrankt waren.

16. November 2009

In Deutschland ist die Zahl der Todesopfer, die im Zusammenhang mit der Schweinegrippe stehen, auf 18 gestiegen. Ein weiterer Patient (57) ist in Bayern an der Schweinegrippe gestorben, in deren Verlauf es zu einer schweren Lungenentzündung gekommen ist. Vorerkrankungen sind noch nicht bekannt geworden, werden aber noch nicht ausgeschlossen. Mehr als 60.000 Menschen sind seit April an der Schweinegrippe erkrankt. Seit einigen Tagen gilt eine eingeschränkte Meldepflicht für Infektionen. Danach müssen Ärzte nur noch bei Untersuchungen im Labor festgestellte Infektionen und Todesfälle melden.

Mitte November 2009

Die Zahl der an Schweinegrippe Neuerkrankten ist nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) drastisch gestiegen. Als Maßnahme zur Bekämpfung der Krankheit sind in mehreren Bundesländern Schulen geschlossen worden. Die Schweinegrippe in Deutschland breitet sich immer schneller aus: Innerhalb kürzester Zeit stieg die Zahl der Neuerkrankungen um mehr als das Doppelte. Zudem wurde das bundesweit 14. Todesopfer im Zusammenhang mit dem Schweinegrippen-Virus bekannt. Nach Angaben des Robert-Koch-Institutes gibt zur Zeit 7.822 (Mitte November) neue Schweinegrippe-Fälle. Insgesamt sind damit bislang über 40.000 Fälle von Schweinegrippe in Deutschland aufgetreten.

Bekämpfung der Schweinegrippe

Zur Bekämpfung der Schweinegrippe ist mit der Impfaktion begonnen worden. Bund und Länder bemühen sich, das Problem gemeinsam anzugehen. Mitte November 2009 empfängt Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) seine Länderkollegen zu einem Schweinegrippe - Impfgipfel in Berlin. Bei dem sogenannten Impfgipfel geht es um den Ablauf der Impfung, die Lieferung des Serums und die Logistik vor Ort. Die Länder hatten kritisiert, dass sich die Lieferung des zur Bekämpfung der Schweinegrippe vorgesehenen Impfstoffes teilweise verzögere. Wer sich gegen die Schweinegrippe impfen lässt, hat nach Angaben des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) bereits nach einigen Tagen einen vorbeugenden Schutz gegen das Virus.

Schweinegrippe - Impfung

Bei der Schweinegrippe reicht möglicherweise für die meisten eine einmalige Impfung, um den vollen Schutz zu erreichen und das Schweinegrippen-Virus wirksam zu bekämpfen. Etwa Mitte November erwartet man die Ergebnisse weiterer klinischer Tests zu der Frage, ob eine einzige Impfdosis für Jugendliche und Erwachsene ausreicht. Menschen über 60 Jahre sollten mit der vollen Dosis ebenfalls zweimal geimpft werden. Für die übrige Bevölkerung, also Menschen zwischen 10 und 60 Jahren, wird vorerst zu einer einzigen Impfung geraten.

Schweinegrippe - Schwerpunkte in Deutschland

Schwerpunkt des Schweinegrippe - Virus ist Bayern, von wo knapp 60 Prozent der Neuinfizierten gemeldet wurden. Auf 100.000 Einwohner kommen dort 36,42 Erkrankte und damit mit großem Abstand die meisten in allen Bundesländern. Der Bundesdurchschnitt hinsichtlich der Schweinegrippe beträgt 9,51 Erkrankte auf 100.000 Einwohner. Am stärksten stiegen die Fallzahlen der Schweinegrippe in Bremen, in Niedersachsen, in Rheinland-Pfalz und in Sachsen-Anhalt.

Tamiflu gegen Schweinegrippe

Tamiflu kann bei ersten Symptomen zur Behandlung und Vorbeugung der Schweinegrippe ohne ärztliche Bewilligung verschrieben werden. Tamiflu verhindert, dass sich das Virus im Körper ausbreitet und trägt dazu bei, Symptome der Schweinegrippen - Infektion ausreichend zu bekämpfen. Das Medikament Tamiflu verringert die Intensität von Symptomen um 38%, reduziert Komplikationen wie Bronchitis und Lungenentzündung um 67% und kann die Dauer der Schweinegrippe um 37% verkürzen.

Das Medikament Tamiflu ist zwar außer für die Behandlung auch zur Vorbeugung zugelassen, für eine Routine-Vorbeugung ist es jedoch nicht vorgesehen. Die WHO hat im Rahmen ihres Pandemie-Bereitschaftsplans empfohlen, dass einzelne Länder Vorräte an antiviralen Medikamenten wie Tamiflu anlegen sollen.

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