Einigung bei Impfstoffbestellung gegen die Schweinegrippe
Nach harten und fairen Verhandlungen haben sich die Bundesländer und Vertreter des Pharmakonzerns GlaxoSmithKline auf eine
Reduzierung der bisher bestellten 50 Millionen Impfstoffeinheiten gegen das Schweinegrippe - Virus auf noch 34 Millionen Einheiten geeinigt. Trotzdem bleiben die Länder auf großen Überschüsse sitzen, sollte der geplante Verkauf von insgesamt 9 Millionen Einheiten ins
Ausland scheitern. Der Betrag an Steuergeldern um die es hier geht beläuft sich auf 9 Millionen Euro. So könnte die Schweinegrippe den
Steuerzahler doch noch teuer zu stehen kommen, wenn auch anders als erwartet.
7. Januar 2010
Deutsche lassen sich nicht gegen Schweinegrippe impfen
Die Bereitschaft der Deutschen, sich gegen die Schweinegrippe impfen zu lassen, ist extrem gering. Die Diskussion um die
Verstärkerstoffe und die Möglichkeiten für die Bewohner des süddeutschen Sektors, die Impfung in Österreich mit dem
besseren Impfstoff Celvapan vornehmen zu können, lassen die Anzahl der tatsächlich Geimpften weit hinter den Erwartungen zurückbleiben.
Nur fünf Prozent der Deutschen sind bisher gegen die Schweinegrippe geimpft.
50 Millionen Einheiten Pandemrix, dem von GlaxoSmithKline gelieferten Schweinegrippe - Impfstoff werden wohl nicht gebraucht.
Anzahl der Grippe - Schutz - Impfungen
Anders als zunächst erwartet ist eine Impfung doch ausreichend um die notwendige Immunisierung herzustellen. Es gibt zwei wesentliche Gründe für für diese Fehleinschätzung.
Der H1N1 - Virus dieser Mutationsstufe ist doch weniger agressiv als die ersten mit dem Tode endenden Krankheitsverläufe in Asien und Amerika Anfang 2009 vermuten ließen.
Der Impfstoff gegen die Schweinegrippe ist wirkungsvoller als nach der relativ kurzen Entwicklungzeit vermutet wurde.
Nun verhandeln die Vertreter der Länder mit dem Hersteller über die Lieferung der bereits bestellten aber noch nicht
gelieferten Mengen. GlaxeSmithKline hat sich gesprächsbereit erklärt.
5. Januar 2010
Schweinegrippe - alle Indikationsgruppen sollen geimpft werden
Die ständige Impfkommission erweiterte die Empfehlung für die Impfung gegen die Schweinegrippe jetzt auf alle
Indikationsgruppen. Nach wie vor besteht die Gefahr, dass der jetztige Schweinegrippe - Virus oder eine mutierte Variante wie bei vergleichbaren
Pandemien zuvor auch zurückkehrt. Impfung und Händereinigung ist noch immer der Beste Schutz vor der Schweinegrippe.
11. Dezember 2009
Schweinegrippe - Impfung für Schwangere
Gegen die Schweinegrippe können sich Schwangere in Deutschland mit einem speziellen Impfstoff impfen lassen. Der Impfstoff soll keine Wirkverstärker und quecksilberhaltigen Konservierungsmittel enthalten. Da Schwangere zur Risikogruppe gehören, ist für sie ein Impfstoff ohne Wirkverstärker mit weniger Nebenwirkungen vorgesehen. Empfohlen wird die Impfung gegen das H1N1 – Virus für Schwangere nach dem ersten Drittel der Schwangerschaft.
Zu dem Impfstoff ohne Wirkverstärker hatte das Robert Koch Institut (RKI) geraten, weil bei Schwangeren ein größeres Risiko für einen fulminanten Krankheitsverlauf besteht. Der für die übrige Bevölkerung bereitgestellte Impfstoff Pandemrix enthält verstärkende Zusätze, sogenannte Adjuvanzien, die den Impfstoff zwar wirksamer machen, jedoch auch zu stärkeren Nebenwirkungen führen können.
4. Dezember 2009
Soll ganz Deutschland gegen das H1N1 – Virus geimpft werden?
Aus den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission geht hervor, dass alle Bürger gegen die Schweinegrippe geimpft werden sollten. Zugleich wurde angemahnt, dass auch nach Erreichen des Scheitelpunkts der Schweinegrippe - Welle Impfungen wichtig seien. Das Robert - Koch - Institut und das Paul – Ehrlich - Institut teilten mit, dass eine Impfung ausreiche. Außerdem wurde darauf hingewiesen, dass frühere Grippe - Pandemien oft in mehreren Wellen aufgetreten seien. Für Kinder im Alter von sechs Monaten bis neun Jahren ist eine halbe Erwachsenendosis des Schweinegrippe - Impfstoffes vorgesehen. Bei Menschen ab zehn Jahren reicht eine einmalige Impfung aus.
Nach dem medizinischen Personal und chronisch Kranken solle nun in Abhängigkeit von der Verfügbarkeit der Impfstoffe die gesamte Bevölkerung geimpft werden. Dabei sollen zunächst Kontaktpersonen ungeimpfter Risikopersonen eine Schweinegrippe – Impfung verabreicht bekommen wie beispielsweise Eltern von Kindern unter sechs Monaten, die nicht geimpft werden können, sowie Kinder und junge Erwachsene im Alter bis 24 Jahren. Zu einem späteren Zeitpunkt seien Menschen von 25 bis 59 Jahren und schließlich alle über 60 – Jährigen zu impfen. Für Schwangere gibt es ab Mitte Dezember Impfungen ohne Wirkungsverstärker.
1. Dezember 2009
Berichten zufolge wurden inzwischen bis zu 4,8 Millionen Menschen in Deutschland gegen das H1N1 - Virus geimpft, darunter vor allem Mitarbeiter des Gesundheitswesens und andere Risikogruppen.
Die Herstellung des Impfstoffs gegen die Schweinegrippe ist ein hochkomplexer Prozess, der Schwankungen unterworfen sein kann und mit höchsten Qualitäts- und Sicherheitsstandards überwacht wird. Aufgrund von Verzögerungen in der Qualitätssicherung will ein Pharmahersteller weniger Schweinegrippe – Impfstoff Pandemrix ausliefern als geplant. Allerdings sollen es bis Ende 2009 20 Millionen Dosen Pandemrix sein.
19. November 2009
Die Schweinegrippe hat Deutschland fest im Griff. Mittlerweile ist das 27. Todesopfer zu beklagen, das möglicherweise mit der Schweinegrippe in Verbindung steht. Bislang folgten Tausende den Aufrufen der Behörden, sich impfen zu lassen. Es starben allerdings auch Menschen nach einer Impfung gegen die Schweinegrippe.
Nach derzeitigem Wissensstand ist der Impfstoff nicht gefährlich. Der Nutzen soll größer sein als das Risiko, sagen Experten und raten, sich mit einer Schweinegrippe - Impfung immunisieren zu lassen. Ausführungen des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) zufolge stehen die Todesfälle in Deutschland mit der Schweinegrippe - Impfung in keinem Zusammenhang. Alle Fälle haben Vorerkrankungen aufgewiesen. Die aktuellen Todesfälle, die in zeitlicher Verbindung mit der Impfung stehen, sollen genauer untersucht werden.
Mitte November 2009
Soll man sich gegen die Schweinegrippe impfen lassen?
Die Verunsicherung in der Bevölkerung ist groß. Die Anzahl der Arztpraxen, die gegen die Schweinegrippe impfen, steigt weiter. Inzwischen sind Opfer zu beklagen, die möglicherweise im Zusammenhang mit der Schweinegrippe – Impfung stehen.
Nebenwirkungen
Grundsätzlich rechnet das Paul-Ehrlich-Institut damit, dass bei der Schweinegrippe - Impfung häufiger Nebenwirkungen auftreten als bei der Impfung gegen die saisonale Grippe. Zu erwarten ist dies deshalb, da der Impfstoff einen die Schutzwirkung erhöhenden Wirkverstärker (Adjuvans) enthält. In Europa ist der Stoff seit 1997 zugelassen. Um Risiken zu reduzieren, rät man vor allem Allergikern, eine angemessene Wartezeit nach der Schweinegrippe - Impfung einzuhalten, um plötzliche schwere Reaktionen auf die Impfung auszuschließen. Todesfälle oder schwere Erkrankungen können rein zufällig kurz nach der Impfung auftreten. Darum muss die Zahl der beobachteten Fälle mit der ohnehin zu erwartenden Zahl solcher Ereignisse verglichen werden. Diese Fälle sind von der Zahl der Impfungen abhängig.
ZDF vom 19.10.2009
Am häufigsten wurden Reaktionen an der Injektionsstelle wie Schwellung oder Rötung registriert. Auch von Fieber, Müdigkeit, Übelkeit, Muskel- oder Gliederschmerzen oder Lymphknotenschwellungen wurde berichtet. Einige Geimpfte zeigten eine extreme allergische Reaktion wie beispielsweise Kreislaufzusammenbruch oder Ohnmacht. Im äußersten Fall kann diese ohne sofortige Notfallversorgung sogar tödlich enden.
Todesfälle nach Schweinegrippe - Impfung
Kurz nach einer Schweinegrippe – Impfung ist in Thüringen ein Patient verstorben. Auf dem Fragebogen zur Schweinegrippe - Impfung hatte er selbst keine Allergie - Anfälligkeit angegeben. Todesursache war ein Herzinfarkt, der neuesten Berichten zufolge nicht mit der Impfung im Zusammenhang steht.
In Köln starb eine 24 Jahre alte Frau, die jedoch nach einer ambulanten Behandlung ohne Beschwerden war. Deshalb ist bei ihr noch unklar, ob tatsächlich das Schweinegrippe - Virus oder eine Vorerkrankung tödlich war. Bereits zuvor war ein 46-jähriger Mann aus Wuppertal einen Tag nach der Schweingrippe - Impfung verstorben. Die Obduktion brachte keine eindeutigen Hinweise, ob der Tod durch die Impfung verursacht wurde. Als Todesursache wurde plötzlicher Herzstillstand festgestellt. Der Mann litt unter einer chronischen Lungenerkrankung und verschiedenen Allergien.
Ein Zusammenhang zwischen der Schweinegrippe – Impfung und dem Ableben einer 65 Jahre alten Frau in Weimar besteht anscheinend. Die Frau war an Herzversagen gestorben. Nach einem Bericht, der sich auf Angaben ihres Ehemanns bezog, soll die Frau nach der Schweinegrippe - Impfung zunächst ohne Beschwerden gewesen sein. Nach einer Herzattacke sei sie in ein Krankenhaus gebracht worden, wo ihr nicht mehr geholfen werden konnte.
In Düsseldorf erlitt ein Mann nach der Schweinegrippe - Impfung einen lebensbedrohlichen Schock. Allerdings befand sich der Mann zu diesem Zeitpunkt noch in der Arztpraxis, und er konnte betreut werden. Bei einem so genannten anaphylaktischen Schock (heftige allergische Reaktion) hat man etwa 90 Sekunden Zeit, um zu reagieren. Der Mann konnte die Klinik bereits nach zwei Stunden wieder verlassen.
Mit dem Schweinegrippe - Virus infizieren sich in Deutschland pro Woche inzwischen mehr als 15.000 Menschen. Allerdings werden nur laborbestätigte Fälle registriert. Viele Erkrankungen werden gar nicht erst erfasst, da das Meldesystem geändert worden ist. Ärzte werden jetzt gebeten, keine Verdachtsfälle mehr zu melden, sondern nur die laborbestätigten Fälle und Todesfälle. Ein Nachweis der Schweinegrippe im Labor ist nur bei ungewöhnlichen Krankheitsverläufen vorgesehen.