
Eine im Fachmagazin „Addiction“ veröffentlichte Studie hat gezeigt, dass Raucher die zusätzliche Vitamine nehmen, hoffen, dass diese den gesundheitlichen Schaden und das Risiko an Krebs zu erkranken, vermindern. Es gibt aber keine Beweise, die das bestätigen.
In einem psychologischen Test wurden 74 Raucher getestet. Die Teilnehmer wurden in 2 Gruppen aufgeteilt und sollten eine Tablette einnehmen. Die eine Gruppe wusste darüber Bescheid, dass die Tablette keine Wirkung hat, die andere Gruppe ging davon aus Vitamin-C zu schlucken. Es folgte eine Stunde Freizeit. Hier stellte sich dann heraus, dass die Raucher mit dem Wissen eine Vitamin-Tablette zu nehmen doppelt so viele Zigaretten rauchten wie die übrigen Raucher. Die Vitamin-Gruppe glaubte extrem an deren Wirkung und rauchten deshalb mehr.
Dieser Lizenz-Effekt, wie er von Psychologen bezeichnet wird, erklärt, dass das Gewissen durch eine gute Tat für die Gesundheit beruhigt wird und man sich dann anschließend auch etwas Ungesundes gönnen darf. Studienleiter Chiou meint, die Raucher würden sich selbst etwas vormachen, denn durch das Einnehmen von Vitaminen wird der Schaden durch das Rauchen und das Krebsrisiko nicht vermindert. Würden sie sich dessen bewusst sein, würden sie vielleicht weniger rauchen oder sogar komplett aufhören.
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